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Schmerz lass`nach!

„Ich weiß langsam nicht mehr, was ich noch tun soll“ sagt meine Kollegin verzweifelt „Jetzt hat`s mich schon wieder erwischt.“ Vor lauter Nackenschmerzen kann sie ihren Kopf kaum bewegen. „Dabei tue ich doch schon soviel –  Massagen, Entspannungsübungen und Gymnastik, ich versteh´s nicht. Fühlen wir uns unter Druck, merken wir die Anspannung oft verstärkt im Nacken. Situationen, in denen wir denken „Wie soll ich das nur schaffen?“ oder „Hoffentlich hab` ich noch genug Zeit“ lösen Stress in uns aus und erzeugen eine Reaktion in unserem Körper.

Unser Reptiliengehirn, unser ältestes Gehirnareal wird aktiv, wir ziehen automatisch die Schultern hoch und spannen unsere Nacken- und Beinmuskeln an, um uns zum Kampf zu rüsten. Oft nehmen wir diesen Mechanismus gar nicht wahr, obwohl er sich meist hunderte Male am Tag wiederholt. Manchmal erleben wir uns in diesen Momenten sogar besonders leistungsfähig. Dennoch bildet sich mit der Zeit ein sogenannter Muskelpanzer. Erst Schmerzen zeigen uns unsere innere Anspannung. Meist versuchen wir durch zusätzliche körperliche Betätigung dem entgegenzuwirken.Doch dadurch entstehen oft Verletzungen an den Achillesfersen oder Knien, da unsere Sehnen und Muskeln bereits so angespannt sind, dass sie zusätzliche Belastungen nicht mehr verkraften.

Entspannungsverfahren helfen uns die körperliche Anspannung zu reduzieren. Dennoch erwischen wir damit nicht die Wurzel des Problems und die Entspannung bleibt oft nur vorübergehend. Kaum werden wir wieder mit unserem unberechenbaren Chef oder permanentem Zeitdruck konfrontiert, Faktoren, die wir nur sehr bedingt verändern können, spannen sich unsere Muskeln wieder an.„Lass dich doch nicht so stressen, mach` dich locker“ den Spruch verkneife ich mir, denn diesen Ratschlag hat meine Kollegin schon zu oft gehört. Alle Versuche sich selbst mehr Gelassenheit abzuringen, waren meist vergebens. Doch warum gelingt es uns nicht Druck und Stress wirksam zu begegnen?

Mittlerweile wissen wir aus der Gehirnforschung, dass wir nur ganz selten wirklich auf die aktuelle Situation reagieren. Wir befinden uns meist im „Autopilotmodus“, in dem Erfahrungen aus der Vergangenheit unsere Emotionen und Verhaltensmuster bestimmen.

Identifiziert unser Instinkt nur einen Faktor einer ehemals gefährlichen Situation im Hier und Heute, – das kann ein Geruch, eine Haltung, eine Stimmlage sein – schaltet sich automatisch unsere Überlebensstrategie ein: Kampf- oder Fluchtbereitschaft, verbunden mit Anspannung unserer Muskeln und Sehnen. Diese Reaktionen unseres emotionalen, instinktiven Gehirns, können wir nicht willentlich beeinflussen. Sind wir unter Stress, ist unser Instinkt mächtiger als unser Verstand. Viele automatisierte Schutzmuster schalten sich ein und starten einen Teufelskreis. Mit Hilfe der von mir entwickelten Methode des Neurobiologischen Stressmanagements, lassen sich unsere individuellen, unbewussten Trigger identifizieren und dauerhaft auflösen.

Das ermöglicht uns in aktuellen Stresssituation so zu handeln, wie es uns jetzt entspricht. Nicht zuletzt, weil unsere Gefühle und unser Verstand zusammenspielen. Wir können bewusst entscheiden, welches Verhalten für uns jetzt stimmig ist. Wir reagieren nicht mehr automatisch, unser Körper kann dadurch entspannt bleiben – wir erleben uns gelassen und souverän.

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Oft finden wir uns in den immer gleichen Situationen wieder, anstatt das zu erleben, was wir uns wünschen.

Deshalb ist es sinnvoll sich zu überlegen, welche automatischen Reaktionsmuster uns immer wieder dazu bringen, uns anzuspannen.

Wenn unser Körper schmerzt, könnten wir uns zu fragen:

  • In welchen Situationen fühle ich mich unter Druck?
  • Was setzt mich unter Druck?
  • Sind das meine eigenen Ansprüche an mich, die mich unter Druck setzen oder kommt der Druck von anderen?
  • Wo im Körper spüre ich diesen Druck?
  • Spüre ich eine schmerzhafte Anspannung, z.B. im Bauch oder in den Nackenmuskeln, eine Enge in der Brust, einen Kloß im Hals?
  • Welche Gefühle sind damit verbunden ?
  • Welche inneren Überzeugungen?
  • Erinnert mich das an vergangene Situationen?
  • Wie würde ich im entspanntem Zustand auf die momentane Situation reagieren?
  • Wie wäre es, wenn ich sie mit Humor betrachten würde?
  • Was brauche ich konkret, um mich in akuten Situationen körperlich etwas zu entspannen?
  • Wo und wie kann ich mir Unterstützung holen?