Wie wirkt eine neurobiologische Balance?

2020-05-14T15:10:30+02:0022. Februar 2020|

Ich werde immer wieder gefragt, welche Veränderungen das Neurobiologische Stressmanagement  bewirkt und wozu es uns dient.

Das Ziel jeder Sitzung ist, meinen Klienten zu ermöglichen, ihr individuelles Potential noch mehr zu entfalten, in dem Maße und Tempo, wie es für sie stimmig ist.

Trainieren wir uns bestimmte Strategien und Verhaltensmuster nur an, ohne sie wirklich verinnerlicht zu haben, wirken wir wenig überzeugend und sind auch nicht wirklich authentisch. Deshalb fokussiere ich mich in den Sitzungen hauptsächlich darauf, alles zu neutralisieren, was meine Klienten emotional noch auf ihrem individuellen Weg bremst. Wenn wir durch diesen Prozess wieder in Balance sind, ziehen unser instinktives Gehirn und unser Verstand wieder an einem Strang. Dann erzeugen wir mit unserer neuen Ausstrahlung auch die gewünschte Resonanz und Sogwirkung.

Solange wir jedoch in alten Schutzmuster-Programmen gefangen sind, laufen wir energetisch unrund und können viele unserer vorhandenen Ressourcen gar nicht ausschöpfen.

So, wie man die Vorzüge eines neuen Handys nur mit einer aktuellen Software ausschöpfen kann, brauchen auch wir ein passendes Software-Update, um auf unser volles Potential zugreifen zu können. Dazu ein Beispiel: Betrachten wir das Thema “Geben und Nehmen”. Viele von uns haben damit Stress: Sie geben zu viel und können oft nur schwer etwas annehmen. Bringe ich dieses Thema bei meinen Klienten wieder in Balance und beseitige den neurobiologischen Stress, verlieren sie nicht ihre Empathie und ihr Gefühl für andere. Der Wunsch zu helfen und die Freude am Geben bleiben bestehen. Sie sind ein wunderbarer Teil ihrer Persönlichkeit.

Solange wir uns in automatisierten Schutzmustern befinden, treffen wir keine bewusste Wahl im Hier und Jetzt. Erst wenn wir dieses Thema balanciert haben, können wir von Moment zu Moment entscheiden, was wir wirklich geben möchten und was wir zu nehmen bereit sind. Ohne Stress können wir einen guten Ausgleich zwischen Geben und Nehmen schaffen. Vielleicht gehen wir gelegentlich ganz im Geben auf, in Hingabe an den anderen. Es gibt jedoch auch Situationen, da ist es wichtiger, uns selbst und dem anderen gute Grenzen zu setzen.

Auf jeden Fall bleiben wir, auch ohne alten Stress, mitfühlende, empathische Menschen.Warum fällt es uns oft schwer, das was wir vom Leben bekommen, anzunehmen und dankbar zu nutzen?  Weil wir vielleicht schon in unserer Kindheit gelernt haben: Nur wenn ich viel gebe, bekomme ich Anerkennung. In uns wird eine unbewusste Angst aktiv: Wenn ich gut für mich sorge, werde ich nicht geliebt.

Sobald wir glauben etwas tun zu müssen, sind wir nicht mehr frei in unseren Entscheidungen, sondern folgen alten, unbewussten Glaubenssätzen. Wir sind so an diese eingeübten Verhaltensmuster gewöhnt, dass wir sie als Teil unserer Persönlichkeit betrachten. „So bin ich halt, auch wenn es mir oft nicht guttut“ konstatieren wir mit einer gewissen Resignation.

Wenn wir diese alten Prägungen aufdecken, können wir den damit verbundenen, unbewussten Stress in uns  beseitigen. Wir spüren dann deutlich, wieviel mitfühlendes Engagement für uns in der aktuellen Situation verträglich ist bzw. was wir gerne geben und was nicht und können entsprechend handeln. Wenn wir zulange in einem Extrem verharren, kann es passieren, dass wir plötzlich ins andere Extrem kippen. Da wir immer gegeben haben, werden wir von dem Gefühl überwältigt, überhaupt nichts zu bekommen. Aus Enttäuschung und Frustration beginnen wir anderen die Schuld dafür zu geben oder wir drehen uns, in einem falsch verstanden Egoismus, nur noch um uns selbst. Wir haben das Gefühl immer zu kurz gekommen zu sein und glauben, jetzt steht uns das zu.

Deshalb geht es in meinen Sitzungen nicht darum ein bestehendes Verhalten völlig auszumerzen, sondern wieder in Balance zu bringen. Das Ziel ist, unabhängig von unseren alten Prägungen und den Erfahrungen der Generationen vor uns, wieder eine Wahl treffen und den fehlenden Pol in uns integrieren zu können. Wie möchte ich mich jetzt und in Zukunft verhalten, was entspricht mir? Das sind Fragen, die sich meine Klienten stellen. Wenn wir gemeinsam ein bestimmtes Thema balanciert haben und der neurobiologische Stress wieder neutralisiert ist, können sie entspannt und spielerisch mit dem bearbeiteten Thema umgehen.

Es bedroht sie nicht länger und zwingt sie nicht länger in eine Kampf-, Flucht- oder Starre-Reaktion. Mit klarem Verstand und in gutem Kontakt mit ihren Gefühlen, können sie wieder stimmig handeln.

Ihr Quick-Win-Serviceteil

Oft befinden wir uns zum wiederholten Mal in den gleichen Situationen, anstatt das zu erleben, was wir uns wünschen. Wenn wir jedoch konkrete Veränderungen anstreben, sollten wir uns fragen:

  • In welchem Bereich schränken mich meine unbewussten Verhaltensmuster besonders ein?
  • Mit welcher Energie bzw. mit welchen Gefühlen denke ich daran?
  • Welche bewussten Überzeugungen habe ich zu diesem Thema?
  • Wie würde ich mich gerne verhalten?
  • Wie verhalte ich mich tatsächlich, oft wieder besseren Wissens?
  • Welche Befürchtungen könnten dahinterstecken?
  • Ist es mir in der Vergangenheit schon einmal gelungen mich so zu verhalten, wie ich es mir wünsche?
  • Kann ich mich an diese Qualität erinnern?
  • Bin ich oft enttäuscht, wütend oder frustriert und fühle mich als Opfer der Situation?
  • Was hindert mich noch, mich von diesen Blockaden zu befreien?

Siehe auch das Fünf-Minuten Gehirntuning zum Downloaden oder das neue Fünf-Minuten Gehirntuning auf Instagram: Dort gibt es eine Menge Tipps und Impulse.  

Zurück zur Übersicht aller Beiträge