Warum uns noch mehr Wissen oft nicht weiterhilft

2020-06-30T20:09:18+02:0023. Mai 2020|

„Immer, wenn ich dieses Thema anspreche, gehst du hoch“ lautet ein Vorwurf, den ich aus meinem Leben gut kenne. Tatsächlich reagiere ich bei manchen Themen, wider besseren Wissens, sehr emotional. Ich fühle mich angegriffen und nicht verstanden, auch wenn ich mir hundertmal vornehme ruhig und sachlich zu bleiben.

Probleme, die uns immer wieder einholen, sind uns stärker bewusst. Wir möchten sie endlich verändern. Doch auch das zehnte Ratgeberbuch über angemessene Kommunikation, kann uns nichts wirklich Neues über das Thema vermitteln. So mag uns gewaltfreie Kommunikation als Konzept begeistern, dennoch holen uns überkommene Verhaltensmuster immer wieder ein. 

Wir spüren deutlich die Diskrepanz zwischen unserem kognitiven, bewussten Wissen und unserem Verhalten. Ein Gefühl von Hilflosigkeit macht sich in uns breit – wir fühlen uns in solchen Situationen als Versager, unfähig wunschgemäß zu reagieren. Doch, warum setzen wir unser Wissen im entscheidenden Augenblick nicht um?

In solchen Momenten triggert uns etwas an, das unser automatisches Schutzprogramm einschaltet. Ohne daß wir bewusst entscheiden können, reagiert unser Reptiliengehirn, je nach Typus, mit Angriffsenergie oder eher mit Rückzug. Wir sind dann unfähig, uns mit unserem Gegenüber sachlich auseinanderzusetzen, sondern setzen uns zur Wehr oder ziehen uns beleidigt zurück. Doch diese Verhaltensmuster erlauben uns keine konstruktiven Lösungen, sondern verstärken oft genug nur noch das Problem. Im Nachhinein ist es meist leichter den Grund für unser Verhalten zu analysieren, doch auch diese Analyse hilft uns selten weiter. Da sich diese Verhaltensmuster, in entsprechenden  Situationen, immer wieder automatisch einschalten, braucht es viel Bewusstsein, um sie zu durchbrechen.

Doch, was ist Bewusstsein? Jedenfalls nicht der Verstand, der oft genug von unseren Instinkten ausgehebelt wird. Bewusstsein ist gelebte Erfahrung, die meine Gefühle und meinen Verstand miteinschließt. Sie lässt mich die Situation mit Abstand betrachten – ich bin nicht mehr verwickelt.  Doch, wie werde ich bewusster? Auf jeden Fall nicht, indem ich mich oder andere kontrolliere, meine Gefühle verdränge oder mich abwerte, sondern indem ich bereit bin, diese herausfordernden Situationen wertfrei zu beleuchten. Dann kann ich die dahinter liegenden Mechanismen entdecken.

Meist brauchen wir den neutralen Blick von außen, um unseren unbewussten Ebenen auf die Spur zu kommen. Leider ändert das allein noch nicht viel an unseren Reaktionsmustern. Im Gegenteil, viele meiner Klienten haben jahrelange Therapien oder Coaching hinter sich und wissen genau, warum sie so reagieren. Doch grundlegend verändert hat sich dadurch nichts. Auch die aktuelle Flut an Coaching- und Ratgeber Literatur spiegelt diese veraltete Denkweise wider. Sie suggeriert Lösungen und bedient unseren Wunsch, durch Wissen unsere Probleme in den Griff zu bekommen.

Doch alle Erklärungen bringen uns nicht wirklich weiter. Unser Instinkt bleibt davon unbeeinflusst. Und in der Tat unsere instinktiven Muster zu verändern ist mit das Schwerste, wissen auch die Gehirnforscher. Mittlerweile gibt es deshalb immer mehr Angebote, die uns helfen wollen, unser Gehirn zu trainieren. Unser Gehirn ist tatsächlich so flexibel, dass es mit eiserner Disziplin und monatelangem, konsequenten Training durchaus umprogrammiert werden kann. Diese Aussicht  begeistert viele. Doch die wenigsten bringen im Alltag die Disziplin und Konsequenz auf, um Erfolg zu haben.

Menschen, die zu mir kommen, haben oft konkrete Ziele oder wünschen sich sehnlichst, Konflikte in ihrem Leben zu verändern. Die meisten haben schon Jahre vergebens ihre ganze Willenskraft dafür eingesetzt, diese Veränderungen zu bewirken.  Doch trotz aller Bemühungen gelang es ihnen nur selten, so stimmig zu handeln, wie sie es sich wünschten. Die meisten sind sich deshalb ihrer Probleme voll bewusst und manchmal fehlen nur noch kleine Mosaiksteinchen, um das Bild komplett zu machen.

In meinen Sitzungen arbeite ich mit den instinktiven Ebenen, unseren nonverbalen Gefühlsebenen. Der Verstand wird zwar mit einbezogen, spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Es sind für meine Klienten immer wieder magische Momente, wenn sie erleben, wie leicht dadurch Veränderungen möglich werden und wie klar und stimmig  sich dieser Prozess anfühlt.

Doch erst wenn sie in Einheit mit ihren Gefühlen und ihrem Verstand sind, entsteht eine Mühelosigkeit, eine Leichtigkeit in ihnen,  die sie entspannt und gelassen ihren Zielen und Wünschen näher bringt. Unsere Veränderung wandelt auch unsere Kommunikation. Es ist immer wieder ein Phänomen zu erleben, dass auch unser Gegenüber entspannter, zugewandter wird. Unsere Sinne unterstützen uns, geben uns alle wichtigen Informationen, unsere Kreativität sprudelt, wir haben unsere Intuition zur Verfügung. Gelassen und kreativ lassen wir uns von unseren Gesprächspartnern inspirieren, auch wenn sie anderer Meinung sind. Wir bemerken, wie sich die Dinge immer mehr in die erwünschte Richtung entwickeln, wir profitieren von unseren Gesprächen und können sie für weitere erfolgreiche Schritte nutzen.  

Ihr Quick-Win-Serviceteil

Oft befinden wir uns zum wiederholten Mal in den gleichen Situationen, anstatt das zu erleben, was wir uns wünschen. Wenn wir jedoch konkrete Veränderungen anstreben, sollten wir uns fragen:

  • Wie sind meine Reaktionen, wenn ich sehr emotional werde?
  • Was trifft mich denn? Welches Gefühl steigt dann in mir auf?
  • Kenne ich dieses Gefühl?
  • Wie würde ich stattdessen gerne reagieren?
  • Wie verhalte ich mich tatsächlich, oft wider besseren Wissens?
  • Was glaube ich sieht der andere in mir?
  • Sehe ich mich auch so?
  • Wo fühle mich nicht verstanden?
  • Wie glaube ich auf die Botschaft des anderen reagieren zu müssen und warum?
  • Welche unbewussten Überzeugungen hindern mich oft daran, angemessen zu reagieren?
  • Ist es mir in der Vergangenheit schon einmal gelungen mich so zu verhalten, wie ich es mir wünsche?
  • Habe ich konstruktive Gespräche schon erlebt?
  • Mit wem und warum?
  • Kann ich mich an diese Qualität erinnern?
  • Bin ich oft enttäuscht, wütend und frustriert oder fühle mich als Opfer der Situation?
  • Was hindert mich noch, mich von diesen Blockaden zu befreien?
  • Was würde sich dadurch in meinem Leben verbessern?

Wenn Sie solche einschränkenden Muster bei sich entdecken, vereinbaren Sie doch ein kostenfreies, ca. 20 minütiges Vorgespräch mit mir. Sie lernen meine Methode besser kennen und bekommen schon erste Anregungen, wie Sie mit Ihrem Anliegen umgehen können.

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