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Vertrauen ins Leben

Wie wir unser Leben erfahren hängt zu einem großen Teil von unserer inneren Haltung ab. Wenn ich Vertrauen zum Leben habe, kann ich auch große Herausforderungen als Chancen sehen, um zu wachsen und zu lernen. Empfinde ich das Leben jedoch eher als Kampf, setze ich viel Energie ein, um zu erkämpfen, was ich mir wünsche. Eine große Stressfalle.

Denn wir sehen dann nicht mehr die Möglichkeiten, die uns das Leben anbietet.  Sie entsprechen nicht unseren Vorstellungen und vorrangigen Zielen. Im Stressmodus verfallen wir in eine sogenannte Fixierung d.h. wir können nur noch das wahrnehmen, was uns behindert. 

Betrachten wir jedoch das Leben in all seinen Facetten als bereichernd, sind wir mehr auf die Geschenke und guten Ergebnisse fokussiert, die das Leben für uns bereithält. Je mehr wir uns an diesen positiven Ereignissen und Erfahrungen orientieren, umso zuversichtlicher werden wir und umso mehr  vertrauen wir darauf, dass auch weiterhin alles gut laufen wird. 

Diese bewusste Ausrichtung hin auf das Positive fällt uns nicht immer leicht. Besonders Zeiten, in denen unsere Umwelt kollektiv gerade eher negativ gestimmt ist. Wir müssen achtsam sein, um nicht in unsere alten Automatismen zurückzufallen. Eine tiefe unbewusste Angst vor Veränderung kann uns einholen und ist oft das Thema in meinen Sitzungen. 

Wir alle sind von den Erfahrungen unsere Eltern bzw. der Generationen vor uns geprägt. Die Aufgabe unseres Instinktes ist es uns zu schützen. Wir reagieren instinktiv auf negative Schlagzeilen stärker als auf positive, um uns gegen mögliche Gefahren zu wappnen. Unangenehme Erlebnisse sind fest in unserem Zellgedächtnis verankert. Selbst dann, wenn wir uns nicht mehr an konkrete Anlässe erinnern können, werden sie durch einen Geruch, eine Geste, ein bestimmtes Geräusch oder eben bestimmte Nachrichten wieder in uns wachgerufen und lösen entsprechende Schutzmuster in uns aus.

Je unsicherer wir sind, je mehr wir von Sorgen geplagt werden, umso mehr springen wir auf alles an, was diese alten Ängste aktiviert. Wir begeben uns  in eine Verteidigungs- oder Rechtfertigungshaltung, gelegentlich verfallen auch in blinden Aktivismus, ohne zu überprüfen, ob das wirklich unserem Wohl dient. Wir sind auf Konfrontationskurs mit unserem Leben und bekommen dadurch genau das, was  unsere unbewussten Glaubenssätze uns suggerieren. Zum Beispiel: Du musst kämpfen, um zu überleben. Veränderung ist gefährlich und bedeutet Verlust, Verlust von Liebe, Geborgenheit in der Gruppe, von Harmonie.

Je bewusster wir jedoch unseren Fokus auf Positives ausrichten und es mit allen Sinnen durchleben und durchfühlen, umso mehr verdrängen diese neuen Erfahrungen die alten Speicherungen. Tatsächlich findet dadurch ein Umdenkungsprozess in unserem Gehirn statt. Es stützt sich mehr auf die positiven Erlebnisse und speichert sie. Auch unsere Art auf Umstände zu reagieren, verändert sich. Wir fühlen uns gelassener und zuversichtlicher. In herausfordernden Situationen spüren wir eine innere Stärke, die ein wesentliches Merkmal guter Resilienz ist.

Wenn wir mit eurobiologischem Stressmanagement an solchen Themen arbeiten, beginnen meine Klienten immer mehr zu erkennen, dass die äußeren Reaktionen im Grunde nur Resonanzen ihrer inneren Ängste sind, sie können sich diesen Gefühlen stellen, sie auflösen und auf ihrem Weg weiter vorangehen. Doch dazu müssen sie erst einmal aufdecken, von welchen unbewussten, alten Glaubenssätzen und Gefühlen sie eigentlich gesteuert werden. Werden diese in unseren Sitzungen bearbeitet und aufgelöst, gelingt es ihnen viel „selbst“-verständlicher in ihrer positiven Ausrichtung zu bleiben. Das heißt nicht, alles durch eine rosarote Brille zu sehen. Doch sie können wieder die negativen wie die positiven Facetten des Lebens wahrnehmen und sind in ihren Entscheidungen unabhängiger.

Je sicherer und klarer wir uns auf das ausrichten können, was uns glücklich macht, umso wirksamer können wir auch unsere Umgebung unterstützen zuversichtlich mit neuen Situationen und Veränderungen umzugehen und verändern damit auch unser Umfeld und unsere Beziehungen. 

Manchmal fühlt es sich wie Zauberei an: Wenn wir keinen Widerstand mehr in uns haben, entwickelt sich unser Leben so, wie wir es uns zutiefst wünschen. Das bedeutet selten, dass sich ein Wunsch von einem Tag auf den anderen erfüllt. Doch es eröffnen sich immer mehr Gelegenheiten unseren Zielen näher zu kommen und unser Vertrauen in uns und unser Leben wächst und wird immer stärker.

Ihr Quick-Win-Serviceteil

Oft befinden wir uns zum wiederholten Mal in den gleichen Situationen, anstatt das zu erleben, was wir uns wünschen. Wenn wir jedoch konkrete Veränderungen anstreben, sollten wir uns fragen:

  • In welchen Situationen schränken mich meine unbewussten Verhaltensmuster besonders ein?
  • Wann verliere ich das Vertrauen?
  • Worauf richte ich meinen Fokus? Eher auf das Positive oder auf das Negative einer Situation?
  • Ändert sich mein Gefühl, wenn ich mich bewusst auf das Positive ausrichte?
  • Was passiert, wenn mir das immer öfter gelingt?
  • Welche inneren Überzeugungen beeinflussen mich?
  • Wie würde ich mich gerne verhalten?
  • Wie verhalte ich mich tatsächlich, oft wider besseren Wissens?
  • Ist es mir in der Vergangenheit schon einmal gelungen mich so zu verhalten, wie ich es mir wünsche?
  • Kenne ich das Gefühl von Einheit mit dem Leben?
  • Kann ich mich an diese Qualität erinnern?
  • Bin ich oft enttäuscht, wütend oder frustriert und fühle mich als Opfer der Situation?
  • Was hindert mich noch, mich von diesen Blockaden zu befreien?
  • Was würde sich dadurch in meinem Leben verbessern?