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Unsere Erwartungen – wie sie unsere Wirklichkeit bestimmen

„Ich hab`s ja gewusst“ Mein Kollege, mit dem ich zum Flughafen fuhr, sank verzweifelt hinter dem Lenkrad in sich zusammen. Er stand unter Druck, da wir relativ spät losgefahren waren. Schon im Vorfeld hatte er mehrmals die Befürchtung geäußert, der Berufsverkehr würde unseren Abflug gefährden. Als wir über eine Brücke fuhren, konnten wir sehen, dass sich tatsächlich der Verkehr auf der Autobahn Richtung Flughafen mittlerweile staute. Da sich die Situation genauso zeigte, wie er befürchtet hatte und seinen Erwartungen entsprach, sah er nur die Möglichkeit sich in den Stau einzuordnen und die Verzögerung hinzunehmen. Doch im letzten Moment konnte ich ihn mit einem verzweifelten Aufschrei dazu bewegen in die leere Gegenrichtung zu fahren. – Wir hatten eine andere Möglichkeit gewählt, die er durch seine Erwartungshaltung nicht hatte sehen können.

Unsere Erwartungen kreieren unser Erleben. Unsere Erwartungen werden von früheren Erfahrungen bestimmt und steuern die Bilder auf unserem inneren Schirm. Erwarten wir etwas Schlechtes oder Bedrohliches, können ganze Filme „Das passiert, wenn…“ in uns ablaufen. Angstvolle Erwartungen bestimmen zudem unseren körperlichen Zustand und unser Verhalten. Wir erleben uns angespannt, im Kampf oder Fluchtmodus, oder möglicherweise völlig handlungsunfähig und erstarrt. Da unbewusste Schutzmuster sich auch auf unsere Sinne auswirken, sind wir auf unsere Erwartungen regelrecht fixiert, verengen unser Blickfeld und halten nur nach Möglichkeiten Ausschau, uns in diesen Situationen bestmöglich zu schützen. Dadurch werden unsere Erwartungen immer wieder bestätigt und verfestigen das Gefühl in uns „ich hab’s ja gewusst, ich kann nichts verändern“.

Unser Instinkt beeinflusst also unser Verhalten schlimmstenfalls so, dass genau das eintritt, was wir am meisten befürchten. Das bedeutet: Durch unsere Glaubenssätze über uns und über das Leben, gestalten wir die Situationen nach unseren Erwartungen, ja programmieren geradezu das erwartete Ergebnis, die sogenannte „selffullfilling prophecy“. Doch diese automatischen Reaktionen verhindern jede Kreativität und positive Gestaltungskraft in uns. Darüber hinaus verstärken und verfestigen sie unsere unbewussten Überzeugungen immer mehr, bis zu dem Punkt,  unsere eigenen Kreationen als unabänderliche Realität zu akzeptieren.

Doch es geht auch anders! Wenn wir also mit unseren Erwartungen unser Leben steuern, dann können wir uns, im Umkehrschluss, durch eigene veränderte Erwartungshaltungen das Leben auch leichter machen. Sind wir beispielsweise überzeugt davon, bei einem Vorhaben ganz besonders erfolgreich zu sein, wird unsere positive Ausstrahlung  verstärkt und fördert unseren Erfolg. Leichter gesagt, als getan, denken Sie jetzt vielleicht. Aber Sie haben es in der Hand.

Mit Neurobiologischen Stressmanagement können Sie unbewussten Erwartungen auf die Spur kommen und Trigger eliminieren, die diese automatischen Reaktionen auslösen. Neurobiologisches Stressmanagement kann Ihr altes Schutzprogramm im wahrsten Sinne des Wortes updaten. Denn, kommen wir unseren Erwartungen auf die Spur und löschen unsere typischen Trigger mit Hilfe des Neurobiologischen Stressmanagements, können wir unsere Sinne wieder anschalten und sind fähig, die Gesamtsituation zu betrachten.  Wir erweitern unser Sichtfeld  und treffen gute Entscheidungen.

Gehen wir aus dem Stressmodus, nehmen wir alle Möglichkeiten wahr, denn wir sind nicht mehr ausschließlich auf uns selbst und unsere negativen Erwartungen fixiert und können deshalb bewusst reagieren und bewusste Entscheidungen treffen.  Wir haben wieder eine Wahl. Wir sind kreativer, spontaner und haben Zugriff auf unser gesamtes Potenzial. Dadurch werden wir bewusster im Umgang mit unseren Gedanken und Glaubenssätzen, die unsere Erwartungen bestimmen.

Doch wir sind auch besser vor unangenehmen Erfahrungen geschützt, wenn wir Situationen entspannt betrachten und uns auf mögliche Herausforderungen angemessen vorbereiten können. Dieser Zustand garantiert uns Erfolg, da wir auf jede aktuelle Situation stimmig reagieren können, egal, ob sie nun unseren Erwartungen entspricht oder nicht.

Zweifellos wäre es besser gewesen für die Fahrt mehr Zeit einzuplanen und früher zu starten. Doch wir haben unseren Flieger, auch dank unseres Navis, rechtzeitig erreicht. Ja, wir konnten sogar noch eine Tasse Kaffee vor dem Abflug und danach unseren Flug entspannt genießen.

Ihr Quick-Win-Serviceteil

Oft finden wir uns in den immer gleichen Situationen wieder, anstatt das zu erleben, was wir uns wünschen.

Deshalb ist es sinnvoll sich zu überlegen, welche automatischen Reaktionsmuster immer wieder die eigenen negativen Erwartungen bestätigen.

Eine Möglichkeit Ereignisse, die Sie wütend gemacht oder enttäuscht haben zu überprüfen, besteht darin, sich zu fragen:

  • Was habe ich genau erwartet?
  • Was hätte ich mir stattdessen gewünscht?
  • Welche Aspekte waren mir dabei wirklich wichtig?
  • War ich schon auf meine Befürchtungen fokussiert bzw. gab es schon Zweifel in mir?
  • Haben ich bereits nach Möglichkeiten gesucht, mich vor dem, was ich erwartet habe, zu schützen?
  • Wie habe ich auf bestimmte Menschen und Umstände reagiert?
  • Hätte ich im entspannten Zustand anders reagiert?
  • Habe ich mich auf meine Wünsche und Ressourcen ausgerichtet und alles getan, um sie zu verwirklichen?


Der Dreh- und Angelpunkt bleibt  die Frage: Was genau haben Sie erwartet bzw. befürchtet?